Angedrohter Systemausstieg

Ersatzkassen kündigen fristlos den HzV-Vertrag wegen gravierender Vertragsverletzung

Der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) ruft seine Mitglieder seit Wochen aktiv zum Ausstieg aus der vertragsärztlichen Versorgung auf und hat für den 22. Dezember 2010 zu einer „finalen Ausstiegsveranstaltung“ nach Nürnberg geladen. Damit entzieht der BHÄV den im Februar diesen Jahres mit den Ersatzkassen geschlossenen Vertrag über die Hausarztzentrierte Versorgung (HzV) ohne Rücksicht auf die hausärztliche Versorgung in Bayern die vertragliche Grundlage.

Die Ersatzkassen in Bayern haben deshalb den HzV-Vertrag wegen der Verletzung grundlegender Vertragspflichten seitens des Bayerischen Hausärzteverbandes (BHÄV) fristlos zum 31.12.2010 gekündigt. „Die Funktionäre des Bayerischen Hausärzteverbandes lassen von ihrem gefährlichen Tun nicht ab und wollen ihr leichtfertiges Spiel mit der Existenz tausender Hausarztpraxen nicht beenden“, betont Ralf Langejürgen, Leiter der Landesvertretung Bayern des Verbandes der Ersatzkassen.

„Wer zum Ausstieg aus der vertragsärztlichen Versorgung aufruft und damit die medizinische Versorgung von Millionen hilfesuchender Patienten gefährdet, handelt nicht nur grob fahrlässig, sondern zutiefst verantwortungslos“, so der Ersatzkassen-Chef weiter.

Die Kündigung dieses Sondervertrages hat keine Folgen für die hausärztliche Regelversorgung. Die Patienten können weiterhin ihren Hausarzt aufsuchen und sich auf Versichertenkarte behandeln lassen. Die Honorierung dieser Leistungen der Hausärzte läuft unverändert über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns.


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